Inhalt des Fragebogens
ZielgruppeErwachsene
ZielDie Skalen ermöglichen es das Konstrukt Arbeitssucht in seiner vielfältigen Erscheinung wissenschaftlich fundiert zu erfassen. Sie eignen sich für den Einsatz in therapeutischen Settings ebenso wie für Forschungszwecke.
AufbauDie Konstruktion der Skalen stützt sich auf den durch Oates geprägten Begriff „workaholism“ (deutsch: Arbeitssucht). Dieser definiert Arbeitssüchtigen durch den unaufhörlichen Drang oder Zwang, ständig arbeiten zu müssen. Weiterhin floss eine Studie von Stecher (1997) in die Entwicklung ein, sodass der Test auch die Dimension Zielgerichtetheit untersucht und zusätzlich die drei Faktoren Intrinsische Zielgerichtetheit, Rigide Zielgerichtetheit und Desorganisation abbildet. Außerdem finden sich die von Stecher (1997) formulierten Bereich Arbeit und Berufsleben, Freizeitgestaltung, Tageseinteilung und Planung, Zielsetzungen, Lebenseinstellungen und Ansichten, Flexibilität, Leistungsbereitschaft und Selbstwertgefühl wieder.

Mithilfe von 65 dichotomen Ja-Nein-Items im Forced-choice-Format werden die Skalen errechnet.

StichwörterArbeitssucht, Arbeitsbezogenheit, Ordnungsbezogenheit, Vulnerabilität, Workaholic
Psychometrische Eigenschaften
Reliabilität & ValiditätEine aus 263 Personen bestehende Konstruktionsstichprobe ergab für Cronbachs Alpha einen Wert von .87. Die Split-half-Reliabilität nach Spearman-Brown wurde mit .71 berechnet und die Retestreliabilität ergab einen Wert von .92.

In Bezug auf die Validitätskriterien ergaben sich mit allen aus der Literatur abgeleiteten Phänomenen zufriedenstellende Korrelationswerte.

NormenZur leichteren Einordnung der Testergebnisse stehen T-Werte und Prozentrangwerte zu Verfügung.
Literatur und Copyright

© 2013 Prof. Dr. med. habil. Dr. med. Dipl. Psych. Karl-Ernst Bühler. Institut für Psychotherapie und Medizinische Psychologie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Haafstraße 12, D-97082 Würzburg.

Bühler, K.-E. & Eitel, I. (2007). Biographie und Persönlichkeit bei Depressiven, sonstigen psychiatrischen Patienten und nicht-klinischen Probanden. Nervenheilkunde, 26, 301-308.

Bühler, K.-E. & Eitel, I. (2009). Unterschiede in psychovulnerablen und psychoprotektiven Faktoren bei Depressiven Teil II: Persönlichkeit. Nervenheilkunde, 28, 907-912.

Bühler, K.-E. & Schneider, C. (2001). Die Arbeitssucht (Workaholism). Arbeitsmedizin, 36, 388-393.

Bühler, K.-E. & Schneider C. (2002). Arbeitssucht (Workaholism). Schweizer Archiv für Neurologie und Psychiatrie, 153, 245-250.

Stecher, J. (1997). Skalen für Zielgerichtetheit, Rigidität und Desorganisation. Unveröffentlichte Dissertation, Universität Würzburg.

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