Welche Herausforderungen gibt es beim Einsatz von E-Mental Health?

E-Mental Health steht für mehr Effizienz, mehr Flexibilität, besseren Zugang und ein qualitativ besseres Angebot zu niedrigeren Kosten in der psychischen Gesundheitsfürsorge.

Widerstand bei der Änderung der Arbeitsweise

Viele Behandelnde haben Angst davor, E-Mental Health einzusetzen. “Und der Behandler?“ ist eine Frage die bezüglich E-Mental Health oft gestellt wird. Manche Therapeuten befürchten, dass die Rolle des Behandelnden verschwindet oder untergeordnet wird, wenn E-Mental Health eingesetzt wird. Manchmal gibt es Widerstand bei der Änderung der existierenden Arbeitsweise, wodurch die Implementierung von E-Mental Health in die reguläre Gesundheitsfürsorge sich als ein sehr langwieriges Verfahren herausstellt. Bei den Patienten, bei denen E-Mental Health eingesetzt wird, entsteht eine Verflechtung der regulären Gesundheitsfürsorge und E-Health. Die regulären Face-to-Face Behandlungen bleiben bestehen und werden mit E-Mental Health ergänzt.

Vielen Behandelnden fehlt es an Wissen und Erfahrung um E-Mental Health effektiv anzuwenden. E-Health ist kein regulärer Teil der meisten Ausbildungsgänge. Es kostet viel Zeit und Geld, die Menschen auf dem Arbeitsplatz auszubilden und innerhalb vieler Gesundheitsorganisationen fehlt es dafür an Zeit und Mitteln. Um E-Mental Health tatsächlich effektiv anzuwenden, ist eine angemessene Strategieimplementierung erforderlich, in der die neuen online Behandlungsprozesse gut überlegt sein müssen. Außerdem sollte es Platz geben um Behandelnde auszubilden. Wenn Behandelnde sich mit den Möglichkeiten von E-Mental Health auskennen, dann wird die Angst davor, es effektiv anzuwenden, nachlassen und E-Mental Health wird eine Bereicherung des Behandlungsangebots sein.

“Ein Patient wird nämlich vor allem dann effektiv E-Mental Health verwenden wenn es bei seinen oder ihren Wünschen und Bedürfnissen anschließt. ”

Aufmerksamkeit für die Wahrnehmung und Präferenzen des Patienten

Außerdem ist es wichtig, dass auch der Patient dazu motiviert ist, völlig oder teilweise online behandelt zu werden. Das Verhalten des Therapeuten spielt hier eine wichtige Rolle. Wenn E-Mental Health innerhalb eines Behandlungsprozesses eingesetzt wird, ist es wichtig, dass der Patient aktiv an seiner/ihrer Behandlung mitwirkt. Patienten können Fragen bezüglich (des Inhalts) eines E-Mental Health Programms haben, die Zeit innerhalb der Sitzung in Anspruch nehmen. Der Patient sollte Mitsprache bei der Rolle und dem Inhalt von E-Mental Health während seiner oder ihrer Behandlung haben. Die Behandlungsziele müssen klar sein. Ein Patient wird nämlich vor allem dann effektiv E-Mental Health verwenden, wenn es bei seinen oder ihren Wünschen und Bedürfnissen anschließt. Deswegen ist es wichtig, Aufmerksamkeit für die Wahrnehmung und Präferenzen des Patienten zu haben.

Motivation ist wichtig

Wenn E-Mental Health eingesetzt wird, ist es wichtig dass der Behandler auch motiviert dazu ist, es effektiv in die Behandlung zu implementieren. Sonst kann sich das Potenzial von E-Mental Health nicht entfalten. Ein motivierter Therapeut überträgt seine Begeisterung und sein Vertrauen auf seinen oder ihren Patienten, was einen positiven Effekt auf die Anwendung von E-Mental Health und auf die Behandlungsergebnisse hat.