Inhalt des Fragebogens
ZielgruppeJugendliche der Klassenstufe 8 bis 13
ZielMit dem Diffentiellen Leistungsangst-Inventar (DAI) liegt ein wissenschaftlich umfassend untersuchtes Instrument für Leistungsängste von Schülerinnen und Schülern der Klassen 8 bis 13 vor. Es kann bei dieser Symptomatik im klinischen oder pädagogischen Bereich zur diagnostischen Aufklärung eingesetzt werden.
AufbauDas Differentielle Leistungsangst-Inventar setzt sich aus vier Testverfahren in Kurz- und Langform zusammen, die einzeln oder in Kombination angewendet werden. Insgesamt besteht es in der Langform aus 146 Items, die Kurzform ist auf 96 Items reduziert, die jeweils mit einer fünfstufigen Likertskala beantwortet werden.

Das Inventar untersucht die individuelle Leistungsängstlichkeit der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler. Dabei gehen die Items einerseits auf die Angsterscheinungsweisen ein, sie berücksichtigen aber auch auslösenden und nachfolgende Bedingungen, die zur Manifestation von Leistungsängstlichkeit beitragen können. Auch die persönliche Herangehensweise, die auftretenden Ängste zu kontrollieren und zu bewältigen schlägt sich im Inventar nieder. So entsteht eine solide Ausgangsgrundlage für schulische, therapeutische oder pädagogische Maßnahmen, um der Leistungsängstlichkeit von Schülerinnen und Schülern zu begegnen.

Das DAI setzt folgenden Bereichen und Skalen zusammen:
(1) Angstauslösung (DAI-AUS): Repertoire Unsicherheit (RU), Wissensbezogene Angstauslösung (WA) und Sozialbezogene Angstauslösung
(2) Angstmanifestation (DAI-MAN): Physiologische Manifestation (PHY), Emotionale Manifestation (EMO) und Kognitive Manifestation (KOG)
(3) Angst-Copingstrategien (DAI-COP): Gefahrenkontrolle (GK), Situationskontrolle (SK), Angstkontrolle (AK) und Angstunterdrückung
(4) Angststabilisierung (DAI-STAB): Externale Stabilisierung (ES) und Internale Stabilisierung (IS)

StichwörterKinder, Jugendliche, Schule, Leistung, Angst, Noten, Pädagogik, lernen
Psychometrische Eigenschaften
Reliabilität & ValiditätCronbachs Alpha pendelte sich Durchschnitt über alle Untersuchungen hinweg bei α = .87 ein, die Split-Half-Koeffizienten lagen bei r = .88. Für die Test-Retest-Reliabilitäten wurden in einem Abstand von 4 bis 6 Wochen durchschnittliche Werte von r = .74 ermittelt.
In punkto Validität wurde die Konstruktvalidität in über 20 Studien getestet. Dabei konnten sowohl für die Item-, Skalen- als auch Bereichsebene durch verschiedene Analysen Zusammenhänge mit entsprechenden Persönlichkeitsvariablen und zu Variablen aus dem schulischen Bereich veranschaulicht werden.
NormenEs liegen Normwerte für beide Geschlechter aus einer Stichprobe von über 3000 Schülerinnen und Schülern der Klassen 8 bis 13 vor.
Literatur und Copyright
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