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ZielgruppeErwachsene
KategorieAlltagsbewältigung
Ziel Das Aktivitätentagebuch unterstützt Patienten dabei, eine Übersicht über die Aktivitäten zu gewinnen, mit denen sie ihren Tag verbringen. Pläne zu schmieden und in den Tagesablauf zu integrieren kann eher inaktiven Patienten dabei helfen, aktiver zu sein. Umgekehrt kann es sehr aktiven Patienten dabei helfen, sich durch die bewusste Planung besser auf die wirklich wichtigen und hilfreichen Aktivitäten konzentrieren.

Im Aktivitätentagebuch können Patienten Pflichtaufgaben eintragen, zum Beispiel Haushaltsarbeit oder Erledigungen. Sie können außerdem Aufgaben eintragen, die sie schön oder entspannend finden, wie beispielsweise einen Film zu schauen, ein Buch zu lesen oder spazieren zu gehen.

So lassen sich über einen gewissen Zeitraum hinweg Erkenntnisse gewinnen, welchen Verpflichtungen die Patienten nachgehen und bei welchen Aktivitäten sie Freude und Entspannung erleben. So kann sich ein ausgewogenes Gleichgewicht entwickeln und ein Bewusstsein dafür entstehen, bei welchem Verhältnis die Patienten das höchste Maß an Wohlbefinden erleben.

AufbauIm ersten Schritt geben die Patienten an, wie viele Aktivitäten sie an diesem Tag erledigt haben. Dabei sollen sie sowohl Pflichtaufgaben als auch freiwillige Aktivitäten berücksichtigen.

Im nächsten Schritt listen sie dann die Aktivitäten des Tages auf und beschreiben, welche Auswirkungen diese auf den Zustand der Patienten hatten.

Im Weiteren beschäftigen sich die Patienten dann mit der Frage, welche Aktivitäten sie schön fanden, wie viele das waren und welche Auswirkung diese wiederum auf sie hatten.

Im letzten Abschnitt geht es darum, wie das Verhältnis von Pflichtaufgaben und freiwilligen, schönen Aktivitäten erlebt wurde. Insbesondere sollen sich die Patienten darauf fokussieren, ob sie es als ausgeglichen empfunden haben.

PraxistippDie folgenden Inhalte können Ihren Patienten dabei helfen, über das Aktivitätentagebuch hinaus aktiv und selbstbestimmt an der Linderung ihrer Symptomatik mitzuarbeiten. Weiterhin unterstützen diese Verfahren Sie in Ihrer Arbeit bei der Erstellung von Therapieberichten und der weiteren Therapieplanung.

Darüber hinaus empfiehlt es sich regelmäßige Verlaufsmessungen mit wissenschaftlich validierten psychometrischen Testverfahren vorzunehmen. Das erleichtert es Ihnen als Therapeut, die Entwicklung Ihrer Patienten einzuschätzen und die Ergebnisse in den Sitzungen rückzumelden. Dies kann die Selbstwirksamkeitserwartung Ihrer Patienten stärken sowie deren Selbstwahrnehmung schulen.

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